Freitag, 17. August 2018
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Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Donauwetzdorf

Man schrieb das Jahr 1895. Sicher veranlasst durch eine Anzahl von Bränden in der näheren Umgebung fasste der Gemeinderat von Donauwetzdorf den Entschluss, eine moderne und leistungsfähige Saug- und Druckspritze anzuschaffen. Der damalige Bürgermeister Alois Prechtl aus Hitzing wandte sich persönlich an die Firma Julius Braun in Nürnberg, um den Kauf in die Wege zu leiten.

So konnte am 27. Dezember 1895 die Löschmaschine, wie man sie damals zu bezeichnen pflegte, in Empfang genommen werden. Kostenpunkt 1160 Mark. Am 11. Januar 1896 wurde die Saug- und Druckspritze von einigen Feuerwehrmännern unter der Leitung von Hauptmann Zeindl aus Thyrnau im Beisein des Bezirksvertreters Mader den Bürgern vorgeführt. In der anschließenden Aussprache im Gasthaus Reitberger in Donauwetzdorf regte Bezirksvertreter Mader die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr an. Noch im gleichen Monat (der Tag wird im Protokollbuch nicht erwähnt) wurde die Freiwillige Feuerwehr Donauwetzdorf gegründet.

30 aktive und 20 passive (letztere damals Ehrenmitglieder genannt) Mitglieder traten der Wehr bei. Bei der anschließenden ''Wählung'' wurden:

  • Josef Reitberger, Haitzing, als Vorstand
  • Mathias Binder, Gosting, zum Hauptmann
  • Josef Binder, Gosting, als Spritzenführer
  • Josef Reitberger, Donauwetzdorf, als Zugführer
  • Ludwig Schwarz, Donauwetzdorf, als Schriftführer

gewählt.

Bei der Gründung der Wehr wurde neben der bereits vorhandenen Saug- und Druckspritze der Firma Braun, von der gleichen Firma folgende Ausrüstung angeschafft.

  • 33 Lederhelme 5 Mark / Stück
  • 1 weißer Vollbuschen 5 Mark / Stück
  • 6 Steigergurte 7 Mark / Stück
  • 6 Steigerbeile mit Taschen 6,5 Mark / Stück
  • 28 Mannschaftsgurte 5 Mark / Stück mit den dazugehörigen Messingschließen 3,5 Mark / Stück
  • 1 Hupe 4,5 Mark / Stück
  • 30 Feuerwehrtuchjacken mit roten Aufschlägen, angefertigt vom Schneider Mathias Mixl aus Donauwetzdorf um 10 Mark das Stück.

Die Gesamtkosten für diese Ausrüstung betrugen 793,50 Mark.

Bei den im Jahre 1898 erfolgten Neuwahlen wurde neben der bereits vorhandenen Vorstandschaft, die wieder bestätigt wurde, Johann Schauberger, Donauwetzdorf, als Kassier gewählt. Anlässlich des Verbandstages der Feuerwehren des Bezirksverbandes Passau am 16. Mai 1909 in Thyrnau wurden die Wehren aus Thyrnau, Kellberg, Salzweg und Donauwetzdorf mit ihren Löschmaschinen zur Inspektion befohlen. Bei dieser Tagung und anschließender Inspizierung war Bezirks-Assessor Freiherr von Horn, in Vertretung von Bezirksamtmann Hochgrasl anwesend. Die Inspizierung fiel zur vollen Zufriedenheit aus.

Dann kam der erste Weltkrieg. Zwanzig aktive Feuerwehrmänner mussten dem Ruf des Vaterlandes folgen. Zwei davon kehrten nicht mehr zurück. Es waren dies: Georg Geier und Franz Fuchs, beide aus Donauwetzdorf.

Die rapide Geldentwertung der Inflation 1922/23 stellte auch die Feuerwehrkasse auf null.

Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 machte die sogenannte Gleichschaltung auch vor den Feuerwehren nicht halt. Alle Funktionen der Feuerwehr wurden außer Kraft gesetzt und der Polizei unterstellt. Bei Umzügen und Aufmärschen musste die Hakenkreuzfahne anstatt der Vereinsfahne getragen werden.

Im Jahre 1936 wurde der beliebte Kommandant Mathias Knon von Donauwetzdorf aus dem Amt entfernt. Er war den braunen Machthabern wegen seines Wiederstandes nicht genehm. Die Leitung des Jahresappells, wie die Generalversammlung nun genannt werden musste, übernahm Brandmeister Krenner aus Fürsetzing. Nach Wiederstand seitens der aktiven Mannschaft wurde Mathias Knon wieder in sein Amt eingesetzt.

Ab dem Jahre 1938 endeten die Aufzeichnungen im Protokollbuche. Vom Brand in Kammerwetzdorf am 2. Juli 1942 - Kommandant war damals Alois Raitner aus Wanning - wird berichtet: Der zuständige Bezirksinspektor Stadler aus Bärnbach ließ die anrückenden Feuerwehren vor dem brennenden Gebäude antreten, um ihnen lange und ausführlich Befehle und Belehrungen zu erteilen. Aufmüpfige Feuerwehrmänner riskierten in ''Schutzhaft'' genommen zu werden.

Am 1. Mai 1945 besetzten die Amerikaner unsere Gemeinde, und am 8. Mai ging der unselige Krieg, der auch vielen Feuerwehrmännern das Leben kostete, zu Ende.

Langsam konnte in den folgenden Jahren ein neuer Anfang gemacht werden. Der langjährige Schriftführer Ludwig Schwarz aus Donauwetzdorf stellte sich als Kommandant zur Verfügung. Er holte sich mit Hans Schauberger, ebenfalls aus Donauwetzdorf, sehr bald einen Mann der jungen Generation an seine Seite. Hans Schauberger übernahm fortan die gesamte Ausbildung der Wehr. Mit Ihm zogen neuer Schwung, neue Ideen und kameradschaftliche Begeisterung ein. Bereits am 20. Juni 1954 erwarb eine Gruppe das Leistungsabzeichen des Landkreises Passau (Kreisbrandinspektor Kitzlinger und sei Stellvertreter Mader aus Tittling haben im Jahre 1953 nach österreichischem Vorbild, - einmalig in ganz Bayern - die Richtlinien für eine Leistungsprüfung im Landkreis entworfen und in Kraft gesetzt).

Mehr als 30 Jahre trugen Ausbildung und Ausrüstung die Handschrift von Hans Schauberger. Davon 25 Jahre in ununterbrochener Folge als 1. Kommandant.

Seit 1986 wird die Wehr von Hubert Wieninger aus Kelchham geführt. Zeitnahe und praxisorientierte Ausbildung, verbunden mit Kameradschaftsgeist sollen nach Willen von Hubert Wieninger auch Wegbegleiter im 2. Jahrhundert sein.

 

Technische Entwicklung

Wie bereits erwähnt, erwarb die Gemeinde Donauwetzdorf 1895 eine Saug- und Druckspritze, die 1896 zur Gründung der Feuerwehr führte. 2 Stützstangenleitern und 2 Einreißhaken gehörten damals zum technischen Inventar.

Eine weitre Saug- und Druckspritze wurde 1926 von der Freiwilligen Feuerwehr Passau zu einem Kaufpreis von 500 Reichsmark erworben.

Mit dem Ankauf der 1. Motorspritze durch Bürgermeister Ludwig Maier aus Gosting, ging ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Es war dies eine TS/8 der Firma Paul Ludwig, Bayreuth, die am 1. September 1935 durch Geistlichen Rat Prager die kirchliche Weihe erhielt.

Eine neue moderne TS/8 Paul Ludwig konnte 1961 nach erfolgter Weihe durch Dekan Valentin Horner in Dienst genommen werden. Nun verfügte die Wehr zwar über ein zeitgemäßes Löschgerät, aber über kein Transportfahrzeug. Mit einer Haussammlung, durchgeführt von den beiden Kommandanten - sie erbrachte die damals stattliche Summe von 1250 DM - konnte der Kauf eines Tragkraftspritzenanhängers (TSA) finanziert werden, welcher im Herbst 1962 in Empfang genommen werden konnte.

Einen absoluten Höhepunkt in der technischen Fort- und Weiterentwicklung brachte das Jahr 1969. Unter dem für feuerwehrtechnische Dinge sehr aufgeschlossenen Bürgermeister Max Hartl, Donauwetzdorf, wurde nicht nur das 1. Feuerwehrauto, ein Ford Transit (TSF) gekauft, sondern auch ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut. Zudem wurde auf dem Dach des Wohnhauses Binder in Gosting eine moderne Pressluftsirene installiert. Die geschätzten Gesamtkosten lagen weit über 50000 DM (bei einem Gesamthaushalt der damaligen Gemeinde Donauwetzdorf von 65000 DM). Dieses Werk konnte nur gelingen, weil der Feuerwehrhausneubau und die damit zusammenhängenden Arbeiten von den Feuerwehrmännern in Eigenleistung erstellt wurden. So war die Gerätehaus- und Fahrzeugweihe am 5. Oktober 1969 durch Dekan Valentin Horner ein großer und bedeutender Tag in der Geschichte der Feuerwehr Donauwetzdorf.

In den folgenden Jahren machte sich das Fehlen eines Unterrichtsraumes immer stärker bemerkbar, so dass der Entschluss gefasst wurde, einen Anbau an das bisherige Gerätehaus zu planen. In 4000 Arbeitsstunden wurden sämtliche Arbeiten von den Feuerwehrkameraden ausgeführt. Von der Gemeinde wurden allein für Materialkosten 120000 DM aufgewandt. Nach 2-jähriger Bauzeit konnte am 9. August 1986 Geistlicher Rat Valentin Horner dem gelungenen Werk die kirchliche Weihe erteilen.

Da die Aufgaben der Feuerwehren immer vielfältiger und umfangreicher wurden, -gerade im Hinblick auf technische Hilfeleistungen- wurde der Ruf nach einem zeitgemäßen Löschfahrzeug immer lauter. So entschloss sich der Gemeinderat zum Kauf eines LF8 VW/MAN Allrad mit einem Kostenvolumen von fast 200000 DM. Am 27. Juli 1989 konnte das neue Löschfahrzeug in Giengen abgeholt werden. Nach der kirchlichen Weihe durch Geistlichen Rat Valentin Horner anlässlich des Dorffestes am 13. August 1989, konnte Bürgermeister Anetseder mit der Schlüsselübergabe an Kommandant Hubert Wieninger der Feuerwehr Donauwetzdorf ein modernes Löschfahrzeug, das den Erfordernissen in allen Belangen entspricht, Übergeben.

 

Die erste Fahnenweihe

Seit der Gründung der Wehr hegte man schon immer den Wunsch, eine Vereinsfahne zu besitzen. So beschloss man im Februar 1899 nachdem, wie es wörtlich heißt: ''viele Wohltäter der Gemeinde Donauwetzdorf haben Beträge von 5,--,10,--,20,--,50,--, und einer sogar 100,--, Mark überbracht '' die Anschaffung einer Fahne bei der Kunststickerei Auer in München. Sie wurde am 2. April (Ostersonntag) dem ''Kommando'' wie es damals ausgedrückt wurde übergeben.

Am 14. Mai wurde in einer Versammlung die Fahnenjunkerwahl durchgeführt. Es wurde der Bauernsohn Mathias Knon aus Donauwetzdorf für dieses Amt bestimmt. Das Fest der Fahnenweihe fand am 28. Mai in Thyrnau statt. Frühmorgens schon ertönten Böllerschüsse, um den Tag freudig zu begrüßen. Aus nah und fern kamen die eingeladenen Vereine und viele andere Leute. Von 8 Uhr an wurden die Vereine (es waren 31) festlich empfangen. Zur Weihe der neuen Fahne mit Festgottesdienst bewegte sich ein langer Zug zur Pfarrkirche. Den Festgottesdienst mit der Weihe der Fahne hielt Kooperator Fritsch. Anschließend bewegte sich ein Festzug durch die schön geschmückte Hofmark zur Festbühne, die gegenüber dem Edlfurtnerischen Gasthaus aufgestellt war. Dort hielt Hauptmann Binder die Festansprache. Die Fahnenmutter, Frau Petronila, Prechtl aus Gosting, ermahnte die Feuerwehrmänner treu und fest zur Fahne zu stehen. Als Geschenk heftete sie ein prächtiges Band an die neue Fahne. Der Kommandant Zeindl aus Thyrnau und Binder vom Festverein tauschten schöne Patenbänder aus. Den Kommandanten der Gastvereine wurden durch Hauptmann Binder Erinnerungsgeschenke als Dank für ihr Kommen überreicht. Nach dem Festakt fand in den Ablischen- und Edlfurtnerischen Gasthäusern das Festmahl statt.

 

Die Gründungsfeste

Das 50-jährige Gründungsfest 1950

Das Nachkriegsjahr 1946, das mit dem darauf folgenden Jahr als Hungerjahr in die Geschichte einging, war alles andere als ein Jahr zum Feiern. So beschloss man, das Jubiläum erst dann zu begehen, wenn wieder geordnete  Verhältnisse wären. In der Generalversammlung am 8. Januar 1950 wurde bestimmt, das 50-jährige Gründungsfest am 21. Mai zu veranstalten. An den Vortagen wurden die letzten Vorbereitungen getroffen. So wurden an den Ortseinfahrten von Thyrnau herrlich Triumphbögen aufgestellt. Am Festtag, einem schönen Maiensonntag, zog um 7 Uhr früh die gesamte Mannschaft, voran die Musikkapelle von Donauwetzdorf, nach Thyrnau, wo sie bereits vom Patenverein Thyrnau empfangen wurden. Von 7:30 Uhr - 9:30 Uhr war Empfang der Gastvereine. Ganz Thyrnau war voll von Festgästen, die mitfeiern wollten. Anschließend zog man zur Pfarrkirche, wo H. H. Geistl. Rat Boxleitner den Festgottesdienst hielt und die Weihe der neuen Fahnenbänder vornahm. Nach dem Festzug durch den Pfarrort erreichte man die Festbühne gegenüber dem Gasthaus Edlfurtner. In seiner Festansprache ging Hauptmann Schwarz auf die 50-jährige Vereinsgeschichte ein und gedachte zum Abschluss der gefallenen und verstorbenen Kameraden. Zwei klein (Anni Steifinger und die heutige Fahnenmutter Annemarie Mautner) und eine große (Berta Hartl von Donauwetzdorf)Festjungfrauen trugen Gedichte vor. Dann begrüßte die Fahnenmutter Therese Mautner alle Festgäste und überreichte zur Erinnerung ein schönes Band. Ein herrliches Erinnerungsband wurde auch von den Festjungfrauen überreicht. Hauptmann Stockmayer überreichte das Patenband, ebenso Hauptmann Schwarz an den Patenverein. Im gemütlichen Beisammensein feierte man bis in die Nacht.                              

 

Das 75-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe 1971

Nach intensiver Vorbereitung feierte unsere Wehr am 22.und 23. Mai 1971 ihr 75-jähriges Jubelfest. Am Vorabend wurde vom Fest- und Patenverein sowie dem Schirmherrn, Landrat Baptist Kitzlinger, die Fahnenmutter Annemarie Mautner eingeholt.

Nach der Begrüßung der Gäste durch 1. Kommandanten Schauberger, gab dieser einen geschichtlichen Rückblick über das 75-jährige Bestehen unserer Wehr. nach den Grußworten der Ehrengäste zog nach Einbruch der Dunkelheit ein Fackelzug im Schweigemarsch zum Kriegerdenkmal zur Totenehrung. Nach dem Niederländischen Dankgebet, der Totenehrung und Kranzniederlegung begab man sich wieder ins Festzelt, wo in kameradschaftlichem Beisammensein der Abend ausklang.

Am 23. Mai, dem eigentlichen Festtag, wurden die Ehrenmitglieder, Altfahnenmutter und Fahnenmutter mit einem Weckruf erfreut. Nach dem Empfang der 54 Gastvereine bewegte sich ein Prächtiger Zug zur Pfarrkirche, wo Dekan Horner den Festgottesdienst feierte und der neuen Fahne und den Fahnenbändern den kirchlichen Segen erteilte. In einem stattlichen Festzug durch den Ort Thyrnau begab man sich zum Festplatz. Nach der Begrüßung durch den 1. Kommandanten traten die Ehrengäste (Landrat Kitzlinger, Kreisbrandinspektor Aschenbrenner, Bürgermeister Fisch und der Landtagsabgeordnete Glück) zu den Grußworten ans Rednerpult. Auch Fahnenmutter Annemarie Mautner begrüßte in einer kurzen Ansprache die vielen Gäste aus Nah und Fern ''Es ist mir eine große Ehre, so vielen Festgästen meine herzlichsten Willkommensgrüße entbieten zu dürfen. Möge Ihnen allen unser 75-jähriges Gründungsfest angenehm in Erinnerung bleiben. Unserer Jubelwehr wünsche ich Glück und Gottes Segen für ihre weitere Zukunft, und das sie immer das bleibt, was sie schon 75 Jahre war: eine Gemeinschaft, die stets bereit ist, wenn die Pflicht ruft. Und zum Andenken an den heutigen Festtag überreiche ich euch dieses Band. Es soll euch allzeit daran erinnern, treu in Kameradschaft und Hilfsbereitschaft dem Nächsten zu dienen.'' Hierauf heftet sie ein herrliches Band an die neue Fahne.

Nach einem wundervoll vorgetragenen Gedicht überreichte Christa Gottinger im Namen der Festjungfrauen ein sehr schönes Band. Zum Gedenken an die Toten überreichte Bürgermeister Hermann Fisch das Trauerband der Gemeinde. Als Symbol der Verbundenheit wurden die Patenbänder ausgetauscht.

Mit der Verleihung der Erinnerungsbänder an die Gastvereine ging der Festakt zu Ende. Im Festzelt und in den zugewiesenen Gasthäusern klang im kameradschaftlichen Beisammensein der Tag aus.

 

Das 100-jährige Gründungsfest

Mit großer Freude und nach sorgfältiger Arbeit des Festausschusses sowie der gesamten Mannschaft feierte man nun  am 8. und 9. Juni 1996 den 100-jährigen ''Geburtstag'' unserer Wehr.

Am Samstag trafen sich alle Uniformierten Kameraden der Wehr vor dem Festzelt. Man zog vom Festplatz in Thyrnau zum Vereinslokal der Feuerwehr Thyrnau, die auch bei diesem Fest die Patenschaft übernahm, zur Einholung des Patenvereins. Nach einer kurzen Begrüßung, marschierten nun die beiden Vereine vom Gasthaus Grinninger raus zur Schmiedinger Höhe, wo sie die Fahnenmutter, Annemarie Mautner einholten. Im Anschluss daran begaben sich alle zum Kriegerdenkmal, wo Vorstand Franz Mautner die Ehrengäste und den Schirmherren Altlandrat Baptist Kitzlinger begrüßte. Danach fanden das Totengedenken und die Ehrung Langjähriger Mitglieder statt. Nach den Grußworten der Ehrengäste fand der Abend bei einem gemütlichen beisammen sein im Festzelt seinen ausklang.

Der Sonntag begann mit dem Weckruf, die Musik hatte bereits hier sehr viel zu tun, da sie an drei verschiedenen Orten den Weckruf spielen musste. Zuerst wurde bei 1. Kommandanten Wieninger, in Kelchham, aufgespielt, danach bei der Fahnenmutter Annemarie Mautner, in Gosting, und auch unser Ehrenvorstand Hans Schauberger, aus Donauwetzdorf wurde mit einem schneidigen Marsch erfreut.

Nach dem Empfang des Patenvereins und der Gastvereine sowie der Ehrengäste, folgte nun der Kirchenzug, zum Lorettoplatz, wo Pfarrer Josef Wagmann den Festgottesdienst hielt, und die neuen Fahnenbänder weihte. Eine ganz besonders würdige musikalische Umrahmung des Gottesdiensts erfolgte durch den Musikverein Pichl bei Wels aus Oberösterreich. Nach dem Gottesdienst begrüßte 1. Vorstand Franz Mautner zahlreiche Ehrengäste und hielt eine kurze Festrede, nun folgte das Grußwort des Schirmherrn, der in seiner Rede seine Verbundenheit zur Donauwetzdorfer Wehr hervorhob, und das Engagement und Leistungen der Kameraden der Wehr lobte. Weitere Grußworte folgten von: Landrat Hans Dorfner, Bürgermeister Leonhard Anetseder, KBI. Franz Klinger, Abschnittskommandant Brandrat Rogenschaub aus Österreich, und Bürgermeister Johann Dopplbauer von der Gemeinde Pichl/Wels.

Bei herrlichem Wetter folgte nun der Festzug durch die Thyrnauer Hofmark zum Festzelt, hier wurden die Erinnerungsgeschenke an die Gastvereine Überreicht. Am Nachmittag gab es dann noch eine besondere Attraktion, denn die Gewinner der großen Tombola, vom Samstagabend, starteten zu einer Ballonfahrt. Auch am Abend waren noch viele Gäste da, um diesen Tag noch ausgiebig und gemütlich zu Feiern.